Sonntag, 21. Dezember 2014

Wksa 2014 - FINALE

Guten Morgen und herzlich willkommen zum letzten Teil des WKSA 2014!

Nun haben wir uns 6 (!) Wochen lang getroffen, gegenseitig inspiriert und beratschlagt... Es hat uns (Dodo und Juli) wirklich soo viel Spaß gemacht mit so vielen Frauen gemeinsam ein Weihnachts-Outfit zu nähen.
Ihr seid so klasse! Und Glückwunsch zum Weihnachtskleid 2014! Und so sitzen wir beide zwar räumlich getrennt aber doch irgendwie gemeinsam und freuen uns über die wohl gekleideten Damen um uns herum.




Nun kommt zunächst einmal Dodos Teil:


An dieser Stelle möchte ich gern meiner "Vortanzpartnerin" Frau Kirsche danken, die, obwohl in Übersee, keine Hindernisse gescheut hat, gemeinsam diese Aktion zu wuppen!!! (Juli sagt dazu: So sehr gerne, es war mir ein Fest! <3 Und den erfolgreichen Abschluss feiern wir in ein paar Tagen, oder?)

Nicht vorenthalten möchte ich Euch dieses "künstlerisch wertvolle" Foto... Gleicher Abstand, gleiche Helligkeit wie beim ersten Foto...



Heute ist der spannende Tag, die fertigen Kleider zu zeigen und zu bewundern.
Und egal, ob es nun eine Weihnachtshose, ein Kleid, ein Rock oder eine Tunika ist: Wir haben für kurze Momente den Vorweihnachtsstress beiseite geschoben und etwas nur für uns selbst gemacht, das war Ziel der Mission.


Mein Kleid ist fertig, es passt! Und ja, Es ist so schön geworden 
Der Neuzuschnitt des Oberteils war ein Glücksgriff. Das Kleid hat jetzt auch trotz festem, undehnbaren Stoffes einen angenehm bequemen Sitz. Ich musste nix ändern :) Habe lediglich 1,5 cm in der Länge des Oberteils zugegeben.


O.k. Wenn ich super pingelig wäre, dann könnte ich an der rechten Schulter noch nachbessern. Oder das Oberteil im Rücken , um die Falten wegzukriegen. Aber ich strebe nicht die Nachfolge von Monsieur Dior an, deswegen kann das so bleiben.


Ups, warum sagt mir keiner,dass das Godet sich umgekrempelt hat?

Bei uns ist es an Weihnachten so, dass sich wirklich alle für den Heiligen Abend schick machen. Ganz zwanglos, wenn also eine/r beschließen würde, dass er keine Lust drauf hat - auch gut. Aber auch die Kinder mochten dieses Ritual schon als sie klein waren. Tochter im schönen Kleid, Sohn mit Hemd und Mini Fliege ...
Also haben wir das beibehalten.

Mir wird aufgrund der vielen echten Kerzen am Christbaum und in diversen Leuchtern nicht kalt sein, sollte es Euch aber bei meinem Anblick frösteln, das Kleid kann auch so...


Ich fühle mich sehr wohl in meinem Kleid, bis auf eine Winzigkeit: Der Rock ist 50er jahremässig nach unten enger eingestellt. Das macht eine sehr schöne Silhouette, schränkt aber in der Bewegungsfreiheit etwas ein. Ich schätze mal, damals hechteten die Frauen nicht im Schnellschritt durchs Leben, und stiegen z.B. ins Taxi so ein.





Dame steigt aus der Limousine



Bildquelle : http://www.munictransfer.de/limousinenservice.php

Das ist jetzt leider ein Foto aus der heutigen Zeit - obwohl ich ein genaues Bild von diesem so elegant ins Auto steigen aus alten Filmen im Kopf hatte, konnte ich kein Original 50er Foto finden.

Den Schlitz hinten hab ich deshalb um einige cm verlängert: Geisha Schritt ist nicht so meins ;)


Nun kommt Frau Kirsches Teil:

Es ist so schön geworden? Ja. Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt bin auch ich vollauf zufrieden. Beim letzten Treffen berichtete ich von gar schröcklichen Mittelalter-Assoziationen, die mein Weihnachtsskleid mir bescherte. Als holde Maid wollte ich auf gar keinen Fall unter dem Weihnachtsbaum landen und Met mag ich auch nicht. Also gab es noch ein paar Änderungen: statt der goldenen Knöpfe, bezog ich welche mit Samt (und fluchte), die Taschen nähte ich doch auf die Brust und verzierte sie - ebenso wie Ärmel- und Rocksaum - mit einem Zierstich.

Das ist mit Abstand mein weihnachtlichstes Weihnachtskleid ever geworden. Und damit passt es perfekt in meine Amerika-Zeit. Und hier die Photos:


Ich habe mir aus Weihnachtsdeko noch eine Haarteil gebastelt. "Fancy schmancy" sagte die amerikanische Chefin als Kollegin B und ich nach der Campus-Photosession kichernd zurück kamen. (Thank you for these wonderful pictures, B! I'm one happy girl to have such a lovely and understanding co-worker and friend!)




Das Samtkleid ist sehr bequem und lässt auch ein ausgiebiges Weihnachtsmahl zu. Man kann es mit und ohne Petticoat tragen und ich kann mich nicht recht entscheiden, was mir besser gefällt. Diese Photos sind jedoch alle mit.


Das Photo-Wetter ist in NC eindeutig besser als im trüben Deutschland. Gefroren habe ich nämlich bei unserer Session auch nicht. Das Haus im Hintergrund steht übrigens auf dem Campus und beherbergt die Familienforschung.




Die haben eine Schaukelbank auf der Veranda! Schaukelbanken sind die beste Erfindung der Welt.




So, Ihr Lieben, das waren unsere Weihnachtskleider. Wir hatten sehr viel Spaß bei dieser Aktion und hoffen, dass Ihr glücklich und zufrieden mit Euren Ergebnissen seid. Wir wünschen Euch allen wunderschöne Weihnachten in Euren Weihnachtskleidern und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Den ersten gemeinsamen Termin im neuen Jahr,  den 7.1., nutzen wir, um unser Lieblingskleid 2014 zu zeigen. Auch das hat ja mittlerweile Tradition (hier und hier). Kommt aber in den nächsten Tagen ruhig noch mal vorbei, es wartet ja noch unser Dankeschön für die erfolgreiche Spendenaktion!

So, nun aber Spots on und Bühne frei für Eure wunderbaren Weihnachtskleider!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

MeMadeMittwoch am 17.12.2014

Hallo liebe SchneiderInnen,

ich begrüsse Euch ganz herzlich zum letzten MeMadeMittwoch in diesem Jahr.
Mein Name ist Katharina, ich blogge normalerweise unter Sewing addicted.


Nächste Woche ist schon Heiligabend und natürlich ist auch hier viel zu tun, aber mit dem Vorweihnachtsstress-Gejammere will ich Euch nicht langweilen.
Da ich schon ein wenig unter Nähentzug leide so in den letzten Wochen, habe ich mir als Extraportion für diesen Blogpost etwas Neues gegönnt, quasi ein Entzugsanlasskleid für die Vorweihnacht, oder ein Weihnachtsstressminderungskleid. Oder halt einfach ein Kleid. Ein sehr schönes, was ich selbstverständlich gut brauchen kann (sehr schöne Kleider kann man ja immer brauchen). Aus einem Stoff, der unbedingt noch mitmusste, ihr kennt das.
Also jetzt habe ich jedenfalls endlich was zum Anziehen. So ein Kleid habe ich immer schon haben wollen. Erklärungsnotstand Ende. Ich liebe es!

Leider sieht man das nicht unbedingt an meinem Gesichtsausdruck. Manchmal ist aber auch der Wurm drin, die Kamera war fast leer und ich musste mich sehr sputen um noch schnell vor Batterieende ein paar Bilder zu schiessen.


Der Schnitt ist einer meiner Liebsten, hatte sich auch im Tragemodus in den letzten Monaten sehr bewährt, sichere Bank und so. Kleid eins und zwei sind absolute Wohlfühl-Schickfühl-Garanten. Es handelt sich um einen Baukasten-Schnitt aus der Knip von Februar 2014. 


An die leicht aufgedrehten Ärmel habe ich kleine Bündchen angenäht, das spart den Gummizug.


Die Rückenpartie habe ich versuchsweise auch in der Taille gerafft, sowohl den Rock als auch das Oberteil. Das ist sehr gut geworden, diese Stelle ist durch ein leichtes Hohlkreuz an mir sonst oft sehr undefiniert und labbelig, so sitzt es körpernäher.


Die gute Laune stellt sich bei diesem Blumenmuster schon beim Nähen ein. Nachdem ich mir neulich morgens eine Stunde im Nähzimmer gegönnt habe um dieses Kleid anzufangen, war ich den Rest des Tages in total guter Laune. Soll mal noch einer behaupten, das Nähen wäre dem Familienleben abträglich, ha, von Wegen! 
Der Stoff ist von Stoffe.de, ich hatte ihn beim Weihnachtskleidstoffshoppen entdeckt und gleich mitbestellt. So ganz alleine sollte  ein Weihnachtskleidstoff ja auch nicht reisen müssen.
Er ist nicht besonders dick und deshalb habe ich das komplette Kleid mit dünnem Futterjersey gefüttert, sowas hatte ich noch im Vorrat. Bei diesem Stoffschätzchen wollte ich kein Risiko eingehen, daß es vielleicht sackig wird oder sich jedes Härchen darunter abzeichnet. Es trägt sich so sehr angenehm und ist hoffentlich stabiler, Viskosejersey dehnt sich ja schon beim drauffassen, seufz.


Jetzt wünsche ich Euch noch eine schöne letzte Vorweihnachtswoche! Vergesst das Singen nicht, das entspannt nämlich auch ungemein. 

Der nächste MeMadeMittwoch ist erst am 7. Januar! 
Die Weihnachtskleidfinalparade ist am kommendem Sonntag, dem vierten Advent.


Und wer sich gefragt hat, was sie da eigentlich für eine seltsame Kette um den Hals trägt: Es ist ein Eichhörnchen.

Der Reigen kann beginnen:


Sonntag, 14. Dezember 2014

Weihnachtskleid Sew Along Teil 5

Ich wünsche allen tapferen Weihnachtskleidschneiderinnen einen schönen 3. Advent, und heisse Euch herzlich willkommen zu unserem 5. Treffen !
Wir sind jetzt auf der Zielgeraden, oder?  Viele von Euch konnten ja schon beim letzten Termin das "Fertig" Häkchen machen.  Glückwunsch!
  Und hätt ich auch gern !
Andererseits, es ist noch eine Woche Zeit bis zum Finale... Das schaffen wir ! Heut noch ein paar Kekse, und dann die Ärmel hochgekrempelt und an die Nähmaschinen mit Bleifuß und Vollgas.
Oah, jetzt aber schnell... Jawoll!

Nur noch der Saum
Schön wär's!

Ichkönnte hier nochmal nachbessern
Ja genau! Das  Innenleben des Oberteils hat mich dann schon noch gestört, irgendwie ist ein Weihnachtskleid doch etwas Besonderes. Etwas mehr Platz für den Weihnachtsschmaus wär auch nicht schlecht, also doch noch Neuzuschnitt des Oberteils.


 Ob ich mir dann,  weil ich jetzt das gesamte Oberteil in 42 zuschneide einen Sack nähe, will ich nicht hoffen. Im Verlauf der nächsten Woche werde ich das sehen.

Ich bin trotzdem guten Mutes, dass ich bis zum Finale fertig werde, weil das Rockteil inzwischen auch das Taillenband hat und das schon mal gut aussieht.

 Dies ist die "gerade" Seite

 Dies die Seite mit Godet.
Fotos von vorn, von hinten und mit Frau drin gibt's dann am nächsten Sonntag zum Finale.

Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider
Ähhm nee, nächstes Jahr vielleicht. Also ich mein das mit dem Tüdeldü - fertig sein wollte ich nicht erst im nächsten Jahr ;)

Und bei Euch? Freude, Frust, Endspurt, oder wieder auf Los? Zeigt mal!


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Offtopic: Handarbeitengeschäft in OWL abzugeben // Gründerin gesucht!

Liebe MMM-Community!
Heute veröffentliche ich - Melleni - hier auf dem MMM blog einen Post, der zeitgleich auf talentfreischoen erscheint. Es ist eine Art Kleinanzeige. Abzugeben ist aber keine Nähmaschine oder Stofflager - nein: gleich ein ganzer Laden! Verknüpft mit dieser Kleinanzeige ist die Hoffnung, dass dieser Laden auch in Zukunft weiter existiert.
Ich danke der Crew, dass ich diesen Post in eigener Sache auch hier veröffentlichen kann, um die Reichweite für diese "Kleinanzeige" zu erweitern.


Wer hier schon länger liest, hat schon das ein oder andere Mal von "Frau Alois" gelesen. In meinem Heimatort gibt es ein Stoffgeschäft, das von eben dieser Frau Alois - die natürlich eigentlich anders heißt - geführt wird. Leider muss ich sagen: Geführt wurde - Frau Alois ist vor zweieinhalb Monaten verstorben. Mich hat diese Nachricht sehr traurig gemacht - ich habe sie sehr geschätzt und bin, wann immer ich in der Heimat war, zu ihr gegangen und habe selten ohne Schätze das Geschäft verlassen.

Bei einem dieser Besuche habe ich einen kleinen Rundgang durch den Laden unternommen: hier könnt Ihr Euch einen Eindruck verschaffen.

Das Geschäft gibt es schon immer. Als ich ein kleines Mädchen war, hat meine Mutter dort Stoff gekauft, mit dem die Damenschneiderin im Ort mir ein Kinderschützenfestkleid nähte. Bei Frau Alois gibt es alles, was das Handarbeitsherz begehrt. Und noch mehr.

Schon vor Wochen habe ich mit der Tochter von Frau Alois Kontakt aufgenommen, um mit ihr über eine mögliche Zukunft des Geschäftes zu sprechen. Zusammen mit Freundinnen habe ich "rumgesponnen" und Ideen entwickelt, wieder verworfen, neu überlegt...

Die gehen in etwa so: Das Angebot müsste sanft aber wohl umfassend modernisiert werden, das Stoffangebot müsste verändert werden und man müsste neue Angebote machen - ich denke da an Nähkurse, Stichwort: Nähcafé. Am Geschäft selbst müsste man erstmal gar nicht so viel ändern: dem Charme des Ladens täte das nicht gut.

Der Laden ist etabliert, die Leute sind froh, dass sie dort alles bekommen, was sie brauchen. In den letzten Jahren ist auch dort eine kleine Handarbeitsrenaissance spürbar, die man sicher nutzen und ausbauen könnte.
Kurz & gut: Der Laden hat Potentiale und Stärken - aber man müsste auf jeden Fall ein neues Konzept entwickeln, um ihn wirklich profitabel und zukunftsfähig zu machen.

Ich habe tatsächlich ernsthaft darüber nachgedacht, ob man das von Berlin aus machen könnte. Eine naive Vorstellung, ich weiß. Jetzt möchte ich aber doch noch diese kleine Chance nutzen und über diesem Weg in die Runde fragen:

Wer träumt schon lange von einem kleinen Näh- und Handarbeitsgeschäft und hat Lust, sich mit Ideen, Charme und Chic diesen Traum zu erfüllen?

Ich wäre dabei und würde unterstützen - so wie auch eine Freundin von mir, die vor Ort ist, eine erfahrene Handarbeiterin und Handwerkerin, die ihre umfassende Unterstützung zugesagt hat.

Das Geschäft liegt in Ostwestfalen, im Postleitzahlen-Bereich 34xxx (der Ort hat das erste Orgelmuseum Deutschlands :) Genau da!

Falls es jemanden da draußen gibt, der jetzt denkt: die meint doch mich - oder meinen Freund/Mutter/Tochter - dann meldet Euch bei mir (talentfreischoen_melleni at web Punkt de) - so schnell wie möglich. Viel Zeit ist nicht mehr: Der Ausverkauf läuft.

Ich freue mich auf jede Mail!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Me Made Mittwoch am 10. Dezember 2014


Hallo und herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch. Mein Name ist .meike oder FrauCrafteln und ich blogge normalerweise auf crafteln.de.

Meine letzten Nähmonate waren ziemlich wild-experimentell und ich muß sagen, meine Näh-Hybris hat dazu geführt, dass ich in den letzten Monaten nicht viel Vorzeigbares produziert habe. Nachdem ich den Badeanzug -leider nur sprichwörtlich - in den Sand gesetzt habe, hatte ich ab Juli Lust, Hosen zu nähen. Das machte ich nicht alleine, sondern im Rahmen der Aktion HosenHerbst.

Das ist meine erste richtige Hose, denn zwei Jerseyhosen, die ich zum Warmwerden nähte, zählen nicht. Die Hose nähte ich nach einem Hosengrundschnitt, den ich zusammen mit einer Lehrerin konstruierte und es bewahrheite sich ihre Prophezeihungen: "es wird nicht leicht" und "eigentlich braucht du für jeden Stoff einen neuen Grundschnitt bzw. zumindest eine Probehose".

Die Probehosen für den Grundschnitt, die ich nähte waren immer wieder zu weit, saßen aber gut. Die dritte Hosen steckten wir dann ab, dass sie nicht mehr ganz so weit war, wie eine Marlenehose, aber das sah an mir stimmiger aus. Genau so eine, wollte ich nun mit einem guten Stoff nähen. Als ich dann mit dem wunderbaren Wollstoff nähte und auch noch auf die grandiose Idee kam, die Hose spontan zu füttern - ohne meine Lehrerin zu fragen, ob ich vielleicht etwas beim Zuschnitt des Futters beachten muß und überhaupt ohne Anleitung, wie man eine Hose füttert - war es ein Desaster.

Die Nähnerds auf twitter feuerten mich aber mit Tipps und Tricks und gutem Zuspruch an, die Hose nicht gleich wegzuwerfen, sondern mich weiter dran zu machen. Meine Hypothese, dass es an zu engem Futter liegen könnte, bestätigte sich. Als ich das Futter an den Seitennähten löste, so dass es nur noch an der mittleren Beinnaht und der Schrittnaht befestigt ist, konnte ich mich plötzlich in der Hose auch bewegen. Das Innenleben der Hose sieht zwar nun nicht mehr so schön aus, wie geplant, aber jetzt ist sie wenigstens tragbar. Tapfer machte ich sie fertig und forschte in meinem Kleiderschrank, was dazu passen könnte.



Obwohl ich einen sehr hohen Bund nähte, gefällt mir die Vorder- und Seitenansicht doch nicht wirklich, so dass ich die Hose vermutlich zwar tragen werde, aber dies wohl doch lieber mit längeren Oberteilen - allerdings: das macht dann, wenn vom Busen abwärts kaschiert wird, wieder genau diese Litfasssäulen-Silhouette, auf die ich eigentlich keine Lust habe....

Die Strickjacke ist gekauft




Sagen wir so. Sie ist garantiert nicht mein vorteilhaftestes Kleidungsstück - aber immerhin kann ich nun nach den Änderungen mit der Hose sitzen, wenn das auch nicht supergut aussieht, weil die Hose an den Oberschenkeln durchaus ein Stückchen weiter sein könnte. Ich würde sagen, es ist eher eine Steh-Hose und ich sollte über Tuniken nachdenken oder vielleicht doch lieber zu den Röcken und Kleider zurück kehren.


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Das sind Luxusprobleme! Insbesondere, wenn ich an das Leben der Frauen in Afghanistan denke, die wir dieses Jahr mit unserer Spendenaktion helfen wollen. 10000 Dank für die unglaubliche Summe, die ihr schon gespendet habt, wir freuen uns wirklich sehr darüber! Bis Weihnachten ist die virtuelle Spendendose noch geöffnet. Mehr Informationen zu unsere Spendenaktion findet ihr hier.

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Aber egal, mögen es Luxusprobleme sein, es ist das, was mich beschäftig und was mich von dem Stress des Alltags ablenkt und entschädigt. Nicht 100%ig gelungene genähte Kleidungsstücke gehören dazu. Ich habe wieder eine Menge dabei gelernt und ich finde, das darf frau beim Me Made Mittwoch durchaus auch mal zeigen!

Wie schaut bei euch aus: alt bewährte Lieblingsstücke oder etwas Neues?

Sonntag, 7. Dezember 2014

Völlig überwältigt...

... und schwer gerührt haben wir auch heute den Fortschrittsbalken zum Spendenstand der MMM-Spendenaktion "Ihr spendet - wir erzählen" verfolgt.
Unglaublich! Aktuell haben wir alle gemeinsam schon über 3 Ausbildungen für Frauen in Afghanistan zusammengespendet. Was für eine tolle Community. Vielen Dank!
Ganz verwegen haben wir deshalb das Spendenziel auf 4.000,- hochgesetzt. Jeder Euro wird vor Ort gebraucht und sinnvoll eingesetzt, zuviel kann gar nicht zusammenkommen.
Unser versprochenes Dankeschön wird es natürlich auf jeden Fall geben.
<---- Hier klicken und zur Spendenaktion gelangen.

edit: Die 4.000,-€ sind erreicht. Wahnsinn! Jetzt machen wir auch noch die vierte Ausbildung voll, oder????

WKSA, Teil 4

7.12.2014 WKSA Teil 4:
Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!



Alter Schwede, wir sind schon bei Teil 4, Weihnachten rückt immer näher. Andererseits können wir ganz beruhigt sein, es sind noch zwei volle Wochen bis zum Finale. Auch wenn ich (Frau Kirsche) eigentlich nur sonntags nähe (und das ist ein bisschen unpraktisch, weil ich dann fertig bin, wenn in Deutschland Nacht ist. Ihr seht also immer den schon lange rumliegenden Zustand, wenn ich sonntags morgens - hier - bzw. nachmittags - Deutschland - meinen Stand zeige), bin ich frohen Mutes, dass ich das Kleid fertig bekomme. Wie ist es bei Euch? Bekommt schon jemand Hektikflecken?


Mein Kleid, Butterick 5920, ist in folgendem Zustand, Rock- und Oberteile sind zusammengenäht, passen ohne zu kneifen und die Taille ist da, wo meine Taille ist. An Taille und Schultern muss ich eigentlich immer was ändern. Mein Oberkörper ist zu kurz für die meisten Schnittmuster und meine Schultern zu schmal. Wenn ich mir aber so angucke, wie viel andere häufig ändern müssen, kann ich mich nicht wirklich beschweren.

Vor mir liegen mehrere aufregende bis unangenehme Schritte, die ich gekonnt verdränge, das sind einerseits die Knöpfe und andererseits immer noch die Taschen. Dodo hatte letzte Woche vorgeschlagen, die Taschen aufs Rockteil zu nähen. Das finde ich eine ziemlich gute Idee, ich hatte eh schon Sorge, dass meine eher große Oberweite plus Taschen aus doppeltem Samt plus Vlieseline ein bisschen arg werden könnten. Meinungen? Bei den Kräuselungen in der Taillennaht war ich mir erst ebenfalls unsicher, aber das geht meines Erachtens.



Die Knöpfe habe ich wie den Stoff aus Deutschland importiert. Ich werde sehr wahrscheinlich die goldenen nehmen, die weißen im Hintergrund sind etwas arg wuchtig. Heute habe ich in einem Ramschladen eine neue Quelle für Vintage-Knöpfe aufgetan, allerdings sind die ziemlich teuer. Ich habe natürlich trotzdem welche mitgenommen...


Und endlich kann ich Euch etwas ganz und gar kitschig-fremdes zeigen: Christmas Sweater! Ich hielt es bislang für eine Hollywood-Erfindung, aber es gibt sie wirklich. Und ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht sicher, auf welchem Ende des Ironie-Kontinuums ich dieses Kleidungsstück verorten soll, man kann es zwar in Hipsterläden kaufen, aber die älteren Mitarbeiter_innen und Professor_inn_en tragen sie auch. Gut, die können das natürlich auch ironisch meinen, aber eine Kollegin erklärte mir ganz ernthaft, dass sie sich für die Weihnachtsfeier hübsch gemacht hätte. Theoretisch finde ich das unfassbar niedlich - so viel anders ist das mit dem Weihnachtskleid ja nun auch nicht. Praktisch hätte ich jetzt nicht unbedingt ein Mickey Mouse-Weihnachts-Sweatshirt gewählt, aber gut: jeder Jeck ist anders.


In diesem Haus werden traditionell die Christmas Sweater der letzten Jahre als Deko an die Treppe gehängt. Leider musste ich das Photo heimlich aus der Hüfte schießen, sonst hätte ich Euch noch mit ein paar Details beglücken können. 

Und so sah es im Wohnzimmer aus:

Mittlerweile sind auch die Häuser zunehmend geschmückt, allerdings ist es hier en vogue, Drahtkugeln mit Lichterketten zu umwickeln, und in Bäume zu hängen. Das hört sich komisch an, ich weiß, aber es sieht wirklich bezaubernd aus. Leider habe ich nur schlechte Photos davon, aber ich nehme demnächst noch mal meine ordentliche Kamera mit. Unten  bekommt Ihr aber zumindest eine Ahnung davon, wie es aussieht. Auf dem ersten Bild erkennt man die Konstruktion der, äh, Dingsis, auf dem zweiten den Effekt. Das sieht wirklich toll aus!





Ebenfalls in weihnachtliche Stimmung bringt mich übrigens die Spendenbereitschaft dieser Gruppe. Ich möchte noch mal sagen, wie unfassbar baff und gerührt ich bin. Baff weil dieses Angebot ja eigentlich so unverbindlich ist. Klar, es gibt viele, die sich mittlerweile kennen, die sich besuchen, Schnittmuster tauschen, Nähkränzchen veranstalten oder Stoffe durch die Republik schicken. Trotzdem könnte hier jede ganz eigennützig vor sich hinwerkeln, einfach nur konsumieren,  und an der Spendenaktion vorbeigucken. Anhand der Summe aber auch der Anzahl der Einzelspenden sieht man ja aber, wie unfassbar viele bereit sind, mehr zu tun. Das ist kein anonymes Internet, das find ich großartig. Und neben dem Lob und Stolz an und auf diese Gemeinschaft ist das auch noch ein kleiner Hinweis, dass wir sehr knapp davor sind, die dritte Ausbildung zu finanzieren. Es wäre super, wenn das noch klappt! Hier könnt ihr gucken und spenden. DANKE <3

Und nun geht es endlich los, verlinkt Euch!